Alle Jahre wieder:

Ein kleines Weihnachtsgeschenk für Bedürftige

Text von Ludger (Lutz) Rosenau

Es gibt seit September schon die ersten Lebkuchen und einige fangen an die Weihnachtstage und Geschenke zu planen. Aus diesem Grund will ich schon Heute auf eine erfolgreiche Aktion der Leser des Blickpunkt Tegel aufmerksam machen. Sie haben in den vergangenen Jahren wiederholt durch diverse Spenden die Berliner Bahnhofsmission am Zoo unterstützt. Nun wende ich mich erneut an die Leser des Blickpunkt Tegel, um mit Unterstützung der Familie Grimm von der Goldschmiede Gerald Denner auch in diesem Jahr eine Weihnachtsaktion zu organisieren.

Das Weihnachtspäckchen oder die Weihnachtstüte

Ein Weihnachtspäckchen, oder eine Weihnachtstüte, die wir den Gästen nach der Weihnachtsfeier in der Bahnhofsmission, am Heiligen Abend mitgeben wollen.

Mögliche Spenden sind z.B.:
– (gebrauchte) Schlafsäcke, Rucksäcke, Reisetaschen, Kleidung, warme Socken, Schal, Handschuhe, festes Schuhwerk,
– Süßigkeiten, Kekse, Lebensmittel oder Geldspenden für den Zukauf von dringend benötigten Lebensmittel,
– Hautcreme, Körperpflegemittel, Tempotaschentücher, usw.
– Bitte gerne auch vereinzelt ein Päckchen Tabak, aber bitte keinen Alkohol!!!
> Hilfreich ist es, wenn an dem Geschenk außen ein kleiner Hinweis (Mann/Frau/Kind) angebracht ist.

Mehr als 100 Leser des „Blickpunkt Tegel“ haben sich im letzten Jahr an dieser Aktion beteiligt und wir konnten dadurch am Heiligen Abend Menschen, die sehr bedürftig sind oder sogar „auf der Straße“ leben, eine kleine Freude bereiten.

Wir benötigen viele solcher Geschenke und ich versuche derzeit erneut im Freundes- und Bekanntenkreis Spender zu finden. Meine Nachbarn, das Ehepaar Grimm, von der „Goldschmiede Denner“ hat sich wieder bereit erklärt diese Tüten anzunehmen und an mich weiterzuleiten.
Wenn Sie selber helfen und somit eine Weihnachtsfreude bereiten wollen, dann können sie diese „Weihnachtstüten“ oder „Weihnachtspäckchen“ ab 13. Dezember bis spätestens 21. Dezember, direkt in der „Goldschmiede Denner“ Brunowstraße 51 abgeben. Wir werden diese Geschenke dann am Heiligen Abend an unsere Gäste in der Bahnhofsmission verteilen.

Kaum irgendwo wird Altersarmut krasser sichtbar als in der Bahnhofsmission, an der Rückseite vom Bahnhof Zoo, denn bei unseren Gästen handelt es sich nicht nur um Menschen die auf der Straße leben oder am Rande der Berliner Bevölkerung, sonder um einen Personenkreis der oft in Vergessenheit gerät und der keine große Lobby hat.
Häufig sind es grade auch „Älteren Damen“ (Trümmerfrauen usw.), das sind Frauen, die gegen Ende des Monats zu uns kommenum etwas zu essen und um einen Kaffee zu trinken, Deren Rente reicht offenbar nicht aus. Sie mögen einem kaum in die Augen schauen und schämen sich dort, zwischen den Obdachlosen, anstehen zu müssen. Das berührt mich besonders stark und mir tut es weh, zu sehen wie sie sich teilweise lange draußen – bei Wind und Wetter – in der oft sehr langen Warteschlange anstellen müssen. In der Zwischenzeit ist unsere Warteschlage so lang geworden, dass wir Nummern als Eintrittskarte ausgeben müssen.

Die Bahnhofsmission an der Rückseite des Bahnhofs Zoo hat 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet und es kommen täglich bis zu 600 Gäste dorthin um etwas zu Essen oder aber auch andere Unterstützung und Hilfe zu bekommen. (Hilfe in vielen Lebenslagen, z.B. Vermittlung an Behörden oder an Notunterkünften, Kleiderausgabe,aber auch Seelsorge und Kummerkasten und Rettungsanker. Für Manche, aber auch ein Stück Heimat und oft auch einzige – sogar amtliche – Kontaktadresse.

Seit mehr als vier Jahren bin ich selber nach Möglichkeit einmal pro Woche dort am Bahnhof Zoo in der Bahnhofsmission ehrenamtlich aktiv. Ich habe dadurch in den letzten vier Jahren sehr viele Einzelschicksale kennengelernt und dabei auch eine ganze Reihe von Menschen getroffen, die oft unverschuldet in eine schwierige Situation hineingekommen sind und nun auf der Straße leben oder psychisch krank oder abhängig sind. Manche unserer Gäste kommen schon seit langer Zeit zur Bahnhofsmission am Zoo und unser Cafe ist für sie ein wichtiger Bezugspunkt.
Manchmal öffnet sich dort auch eine Seele und manch persönliche Geschichte, die man sonst ängstlich verschweigt, wird erzählt. Das hat mein bisheriges Bild von Obdachlosen und Bedürftigen sehr verändert und mich, dem es gut geht, ungemein geerdet.

Mir bedeutet meine Arbeit in der BAMI sehr viel und für mich ist es faszinierend mitzuerleben, wie unterschiedlich nicht nur die Gäste, sondern auch die Helfer sind.
Besonders beeindrucken mich dabei die vielen Jungen Menschen, die in unserem Team der ehrenamtlichen Helfer, so engagiert mitarbeiten. Ich selber versuche aber auch – neben der Arbeit dort im Cafe – zu helfen das Netzwerk, dass wir dringend benötigen,noch weiter auszubauen,
Ich hoffe damit auch Andere, denen es gut geht, zu bewegen etwas zu tun oder zu spenden, um ein wenig dazu beizutragen, die Not zu lindern die auch in unserer Stadt Berlin sichtbar größer geworden ist.

Gerne möchte ich dann später in der Januarausgabe vom Blickpunkt Tegel über die Weihnachtsaktion kurz berichten.
Allen Lesern wünsche ich schon jetzt eine frohe und gesegnete Advents– und Weihnachtszeit.

Sachspenden können „rund um die Uhr“ in der Bahnhofsmission am Zoo abgegeben werden.
Jebensstraße 5 · 10623 Berlin · Tel. 030 – 313 80 88

Unsere Bankverbindung für Geldspenden:
Empfänger: Bahnhofsmission Zoo
Spendenkonto-Nr.: 31 81 907
BLZ: 100 205 00
Bank für Sozialwirtschaft

Wir senden Ihnen ggf. gerne eine Spendenquittung für das Finanzamt zu.







Weihnachtsaktion 2017

zur Startseite